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Wie 2010 wird, sage ich Ihnen heute nicht!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Wettlauf um die Jahresprognosen gewinnt, doch wie Sie es von uns gewohnt sind ist die Masse für uns nicht relevant. Die Prognosen der “Experten” zeigen vieles von, es wird ein schlechtes bis zu es wird ein exzellentes Jahr. Bei den einen steigen die Aktien und fallen die Rohstoffe. Bei den anderen gibt es einen Anleihecrash. Suchen Sie sich etwas heraus.

Warum ist für eine Analyse und Prognose des Jahres 2010 jetzt nicht der richtige Zeitpunkt? Ganz einfach weil allein die Tatsache des Jahreswechsels nicht etwas völlig neues bedeutet und die Parodie aus “Dinner for one”, the same procedure as last year, ist sehr passend, denn es geht weiter und nur weil der 1. Januar war ändert sich 0,0000.

Die Trends an den Aktien- und Rohstoffmärkten sind intakt, wenn sie auch aktuell dazu tendieren bzw. sich anschicken seitwärts zu laufen und somit die Aufwärtstrend verlassen könnten. Auch Gold wird in den Monaten bis März wenig spektakuläres tun, denn der Aufwärtsschub reicht erstmal und somit hat Gold nun Zeit sich zu erholen und bei ca. 900 auf dem langfristigen Aufwärtstrend aufzusetzen.

Also nochmal zur Wiederholung. Aktien und Rohstoffe werden weiter steigen, nicht weil die Wirtschaftserholung auf solidem Fundament aufgebaut ist, sondern weil jedes nur halbwegs bedrohliche Problem von Regierungen heruntergespielt und wenn dies nicht hilft mit Geld der Notenbanken zugeschüttet wird. Gold steigt aus einem anderen Grund der aber auf diesem Aufbaut, denn mit jeder neuen Milliarde die weltweit gedruckt wird, wird die Währung weniger wert und nicht das Gold mehr. Denn egeal welches Papiergeld, Gold ist seit 3.000 Jahren das offizielle Zahlungsmittel. Gold steigt also nicht, Geld fällt. Die einzige Währung in der Gold 2009 nicht gestiegen sind, sind Austral- und Kanada-Dollar. Warum? Weil es rohstoffreiche Länder sind, die beide nicht stark von der Finanzkrise betroffen waren/sind.

Also bleiben Sie investiert in die Werte die wir Ihnen seit 2009 empfehlen, wir werden Ihnen dann einen Ausblick geben, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt und Trends sich nachhaltig (auf mindestens 3 Jahressicht) ändern, denn wir sind keine Trader sondern Anleger!

Es läuft…

…die Prognose steht und die Märkte laufen. Die Medien bewegen sich planlos in alle Richtungen, das Verhältnis von Optimisten und Pessimisten ändert sich ständig. Die Medien erkennen eine Bärenmarktrally (…was ja gundsätzlich schon mal eine intelligente Erkenntnis ist), aber diese wird auch gleich wieder für beendet erklärt sobald die Märkte einmal 2-3 oder auch 5% korrigieren. Dann kommt Gold einmal wieder in den Mittelpunkt wenn die Banken einen Stress-Test vermasseln, verschwindet dann aber auch gleich wieder, denn Gold ist ja nur ein “nutzloses Metall” dass nur für den Weltuntergang gut ist und sonst nur Geld verliert.

Anleger interssieren sich auch wieder für Anleihen und Angebote die ihnen 5-6% garantieren, fragen aber nicht warum bei einem Zinsniveau von 1% diese Zinsen gezahlt werden. Ausserdem kaufen Anleger Corporate Bonds mit verzinsungen zwischen 4-6% ohne logisch nachzudenken. Was ist ein Corporate Bond?  Eine Unternehmensanleihe ist ein Zahlungsversprechen eines Unternehmens, einen festen Zins zu zahlen und am Ende der Laufzeit das Geld zurück zu geben. Ist doch toll, oder? Käufer von Unternehmensanleihen lassne sich ganz schön billig abspeisen, denn warum geben Unternehmen solche Anleihen aus? Weil Sie von Banken zu diesen Konditionen kein Geld bekommen, warum nicht? Weil die Banken Risiken sehen die sie zu Zinssätzen von 4-8% nicht finanzieren. Weil sich unser Wirtschaftssystem in einer unberechenbaren und höchst volatilen Situation befindet in der nicht der Markt, sondern der Staat entscheidet welche Unternehmen leben und welche pleite gehen.  Es gibt also wenn Sie einen Corporate Bond kaufen 2 Möglichkeiten. Wenn Ihre Anleieh in 2 oder mehr Jahren fällig ist, bekommen Sie Ihr Geld zurück weil sich de Absatz Ihres Unternehmens stabilisiert hat und das Unternehmen gestärkt oder zumindest stabil wieder aus der Krise heraus kommt. Oder, Sie bekommen Ihr Geld garnicht oder nur zu einem bestimmten Teil (siehe z.B. General Motors) zurück, was sie wahrscheinlich definitiv anders geplant haben. Will ich Sie jetzt dazu auffordern Ihr Geld in Tagesgesgeldern zu 1% anzulegen? Nein! Denken Sie nach! Kommt das Unternehmen von dem Sie sich überlegen eine Unternehmensanleihe (z.B. Daimler) zu kaufen aus der Krise, wird die Aktie sicher mehr Rendite p.a. bringen als läppische 4-6%, sondern 10% p.a. und mehr! Ist das Unternehmen in 2-3 Jahren immer noch in der Krise, ist Ihre 100% Kapitalrückzahlung gefährdet. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie bei der Anleihe nur noch einen Teil wiederbekommen und auch so wenig wie bei einer Aktie.

Und wie kann ich mir hier so sicher sein? Weil eines gerade in aller Deutlichkeit zu Tage tritt, dass nicht die fundamentale Situation die Anlagemärkte macht, sondern die Liquidität. Es gibt so viel Liquidität wie nie in den Kassen der Großinvestoren, Fondsmanagern und Banken. Diese liegt zu großen Teilen immer noch auf den Festgeldern udn Anleihen dieser Welt. Aber die ersten lösen sich, die ersten können mit Anleiherenditen von unter 3% ihre Garantiezusagen und Renditeerwartungen nicht mehr erfüllen, die ersten Kollegen machen wieder zweistellige Renditen an den Aktienmärkten und anderen Investitionsmärkten und es setzt ein Herdenrieb ein. Die Liquidität fließt in die Märkte und wir haben keine Inflation…naja eben nicht bei Konsumgütern, aber haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass Inflation auch bei Investitionsgütern stattfinden kann und wird? Die offiziellen Inflationsraten werden sich nicht voon 2-3% lösen, aber die Investitionsgüter v.a. Aktien und Rohstoffe werden steigen  und keiner wird es verstehen. Seiden Sie denken nach.

Fazit: Unsere Prognose steht, die Aktienmärkte werden weiterhin schwankungsintensiv ansteigen, Kleinanleger durch diese abschrecken. Gold wird seitwärts tendieren bis es auf den langfristigen Aufwärtstrend bei 800 US-$ aufsetzt und innerhalb eines kurzen Zeitraums den nächsten Hausseschub (physisch und bei Goldaktien) auslösen. Es wird ein gutes Jahr!…nicht schön und entspannt!

Inflation oder “Time is on your Side”

Weniges beschreibt die Geldanlage in reale Werte wohl besser als der Songs der Stones “Time is on your Side”.

Warum?

Relativ einfach, denn die Inflation arbeitet für Sie. Diese Größe genießt momentan wieder eine Renaissance in den Medien, inflationsgeschützte Anleihen und andere langfristig eher fragwürdige Anlageinstrumente versuchen gerade diese Stimmung zu nutzen. Aber sie können doch die Inflation zwischen 2-3 % locker durch die Zinsen ausgleichen, oder?

Eine einfache und absolut klare Antwort: NEIN!

Denn die publizierte Inflation dieser Größenordnung ist schlichtweg falsch. Kein aber oder sonst eine Relativierung, sondern einfach falsch! Schauen Sie doch einmal im Lexikon nach, Sie werden sicherlich keine Definition mit einem gängigen Instrument wie Warenkorb finden…seiden das Lexika ist sehr schlecht rechachiert.

Inflation = Geldentwertung

Eine sehr einfache Formel, die aber immer mehr verwaschen wurde. Ihnen können die von den Medien publizierten Daten völlig egal sein, denn zum einen sind sie durch die hedonistische Messweise (schlagen Sie doch einmal nach, sie werden überrascht sein!) verfälscht und zum anderen kommt es nicht auf irgendeinen Warenkorb an, sondern auf IHREN!

Wie oft fahren Sie Auto, was essen Sie, wie oft kaufen Sie Technik, etc. etc.. Rechnen Sie sich doch einmal aus, was Sie z.B. im Monat Mai 2007 für Ihren Lebensunterhalt ausgegeben haben und was Sie für einen identischen Monat jetzt ausgeben würden. Sie werden überrascht sein!

Ihr Geld wurde in den letzten Monaten, Jahren und Jahrzehnten sukzessive entwertet. Aber wie ist dies möglich? Sehr einfach, denn die Notenbanken können so viel Geld drucken wie sie möchten und es ist doch logisch, dass wenn mehr Geld gedruckt wird, als dass die Wirtschaft wächst.

…dem Geld steht eben das Zahlungsversprechen des Staates gegenüber und wie sagte schon Ludwig der XIV „Der Staat bin ich“, transferiert auf unsere Demokratie „Der Staat sind wir!“.

Hört sich für Sie nach Verschwörungstheorie an? Sie haben nun 2 Möglichkeiten, Sie beschäftigen sich mit dem Thema Inflation und reale Geldanlage und werden feststellen, dass Ihr bisheriges Weltbild angepasst werden muss und dass wenn Sie auch noch in 10 Jahren wohlhabend sein wollen, Sie Ihre Geldanlage und Vermögen komplett überdenken müssen.

Oder eine sehr schöne, weil wesentlich angenehmere Alternative, Sie tun es als Verschwörungstheorie ab und leben die nächsten Jahre noch unbeschwert, aber die Zeit wird dann nicht auf Ihrer Seite sein!

Nur wie real anlegen? Keine Panik, Sie haben noch genügen Zeit bis dieses Thema massentauglich ist und mein Blog wird Sie dazu hinführen. Ich werde Ihnen keine mundgerechten Brocken liefern, die Ihnen Erfolg garantieren, denn es gibt keine Garantie. Um die reale Geldanlage verstehen und vor allem durchhalten zu können müssen Sie dies verstehen! Tun Sie es nicht, werden Sie sich von der Masse mitreißen lassen und die Geldanlage kurz vor dem Erfolg abstoßen, denn die Masse spielt gegen Sie.

Einen schönen Abend und viel Erfolg beim Denken!

Alexander Korn